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Forwarddarlehen
Forwarddarlehen sind Darlehen, mit denen die Prolongation von Baufinanzierungen vorgenommen werden kann. Sie sind klassische Annuitätendarlehen, die bereits bestehende Immobiliendarlehen ablösen können. Das Besondere an diesen Darlehen ist jedoch, dass sie bereits Monate und Jahre vor ihrer eigentlichen Auszahlung abgeschlossen werden können. Während dieser Wartezeit, die auch als Forward-Zeit bezeichnet wird, bleibt das Darlehen unangetastet, auch Zahlungen müssen nicht geleistet werden. Erst nach Darlehensauszahlung werden dann die vertraglich vereinbarten Kreditraten monatlich oder quartalsweise fällig. Der Abschluss eines Forward-Darlehens ist vor allem dann sinnvoll, wenn bei Vertragsabschluss ein niedriges Zinsniveau herrscht, in der Zukunft aber mit steigenden Zinsen gerechnet werden muss. Da Forward-Darlehen für die Ablösung von Baudarlehen genutzt wird, ist auch bei ihnen eine Absicherung mittels Grundschuldeintragung nötig. Hierfür wird in der Regel die bereits bestehende Grundschuld genutzt, die im Falle einer Umschuldung an die übernehmende Bank übertragen wird.

Die Kosten eines Forwarddarlehens
Für den Abschluss eines Forwarddarlehens fallen, ebenso wie bei anderen Baufinanzierungsdarlehen, Bearbeitungskosten von 0,5-1% der Darlehenssumme an. Sofern das Darlehen bei einer fremden Bank aufgenommen wird, können zusätzlich Wertermittlungsgebühren berechnet werden. Auch muss in diesem Fall die Übertragung der Grundschuld an die das Darlehen übernehmende Bank eingerechnet werden. Des Weiteren sind für Forwarddarlehen leichte Zinsaufschläge auf den aktuellen Darlehenszins fällig. Diese Zinsaufschläge orientieren sich an der Vorlaufzeit, die bis zur tatsächlichen Darlehensauszahlung noch vergeht. Die Zinsaufschläge können dabei 0,01-0,05% pro Monat betragen.

Die Beantragung eines Forward-Darlehens
Forwarddarlehen können heute bei nahezu jeder Universalbank sowie bei vielen Kreditbanken, die sich auf langfristige Baudarlehen spezialisiert haben, abgeschlossen werden. Da die Konditionen sowie die Zinsaufschläge jedoch sehr unterschiedlich sein können, lohnt sich ein Vergleich der Angebote. Für die Beantragung eines Fowarddarlehens ist dann ein Darlehensantrag zu stellen, in dem Antragsteller nicht nur ihre persönlichen Daten, ihren Berufsstand sowie ihr Vermögen offen legen, sondern in dem auch eine Haushaltsrechnung zur Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben enthalten ist. Gleichzeitig ist dem Darlehensantrag eine Schufa-Klausel beigefügt, die die Bank zur Einsicht in die Schufa-Daten ermächtigt.
 

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