Rückgang bei Lebensversicherungen
Die Lebensversicherung sichert gewisse Risiken im Leben eines Menschen finanziell ab. Als Vorsorgemaßnahme für das Alter oder zur Absicherung von Risiken ist sie daher sehr beliebt. Doch auch Renditejäger sehen in einer Lebensversicherung gegen Einmalbeitrag eine Chance auf hohe Gewinne. Vor allem in der Finanz- und Wirtschaftskrise der letzten beiden Jahre waren diese Policen sehr gefragt, doch nun scheint diese Entwicklung zu Ende zu sein. Trotzdem kann man von einer Lebensversicherung noch profitieren.
Langfristige Anlage
Eine Lebensversicherung gibt es in verschiedenen Varianten und es lohnt sich, vor Abschluss einer solchen Police möglichst viele Informationen einzuholen. Im Internet findet man unzählige Seiten, auf denen man einen schnellen Überblick bekommt wie zum Beispiel auf http://www.finanzen-tipp.de/.
Bei der klassischen Lebensversicherung wird ein bestimmtes Risiko finanziell abgesichert, zum Beispiel der Tod oder auch ein langes Leben. Zu unterscheiden ist vor allem zwischen Risikoversicherungen und kapitalbildenden Versicherungen. Bei der Risikoversicherung wird eine Leistung nur fällig, wenn der Versicherungsfall eintritt. Das ist zum Beispiel bei einer Risikolebensversicherung der Tod und bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung ein Umstand, der die Ausübung des Berufs unmöglich macht. Tritt dieser Fall aber nicht im Versicherungszeitraum ein, so wird auch keine Leistung fällig.
Eine kapitalbildende Lebensversicherung hingegen erbringt fast sicher eine Leistung. Häufig ist bei solch einer Versicherung sowohl der Todes- aber auch Erlebensfall abgesichert, das heißt, es wird in jedem Fall gezahlt. Aus diesem Grund muss die zu erbringende Leistung angespart werden. Das angesparte Geld wird zur Kapitalbildung verwendet und im Erlebensfall ausgezahlt. Hierbei handelt es sich um eine Form der Altersvorsorge. Kurzfristige kapitalbildende Lebensversicherungen können aber auch als Geldanlage gesehen werden. Dies ist vor allem der Fall, wenn die Versicherungen auf einer Einmalzahlung basieren und nicht auf regelmäßigen Beitragszahlungen. Bei dieser Art der Kapitalanlage wird ein hoher Betrag gleich beim Abschluss der Versicherung eingezahlt, während die Zinsen ähnlich hoch sind wie bei der klassischen Lebensversicherung. Allerdings muss man nicht mehrere Jahrzehnte auf die Auszahlung der Prämien warten. Dabei bleibt die Flexibilität dadurch gewahrt, dass man jederzeit auf sein Geld zugreifen kann. Im Prinzip ist diese Form der Lebensversicherung nur ein verkapptes Sparbuch mit hohen Zinsen.
Nachfrage sinkt
In der Krise waren diese Produkte besonders beliebt, da sie bei hohen Zinsen und überschaubarem Risiko relativ hohe Renditen erbrachten. Nach dem Ende der Probleme auf den Finanzmärkten hat sich das Geschäft aber wieder abgeschwächt. Durch den hohen Abfluss aus kurzfristig gekündigten Policen hatten die Anbieter häufig Probleme. Aus diesem Grund bieten viele nun nur noch Lebensversicherungen mit Einmalbeitrag an, die mindestens fünf Jahre laufen. Kurzfristige Investoren werden hierdurch abgeschreckt. Die klassische Lebensversicherung, bei der monatlich eingezahlt wird, war hingegen nicht vom Boom betroffen. Ganz im Gegenteil: im letzten Jahr schrumpfte die Zahl der Neuabschlüsse bei diesem Versicherungstyp.